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: Bühnen :: Angenehm trashig :
Im Rahmen des Sommertheaterfestes Pfänners Freiheit" im WUK-Theater-Quartier (WUK) läuft die erste Episode von S.O.A.P., der Siebten Ostdeutschen All Patrouille, noch einmal unter freiem Himmel. Mathias Schulze hat die Premiere gesehen. Er meint: angenehm trashig, aber es blieben viele Fragen

Text: Mathias Schulze; Bild: www.jonsch.net

Die Rahmung schürt Erwartungen, mit Kapitalismus" ist das dritte Spielzeit-Kapitel des WUK umschrieben. Der Regisseur Jonas Schütte spricht davon, dass in seiner neuen Produktion eine Mission im All unterwegs sei, um den Sozialismus zu verbreiten." Und: Die Mitglieder der Mission seien im Auftrag der DDR unterwegs". 

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Noch bevor man sich fragt, wer und was nun genau die DDR und der Sozialismus ist, klingt das Ganze erst einmal ambitioniert und spannend. Die Bühne hat den klug gebauten Charme einer Raumstation: Schaltkreise, Raumanzüge, sprechende (Menschen)- Computer. Imposant ist der Opener, der die Beteiligten (Sonja Isemer, Jennifer Krannich, Florian Stauch und Frank Schilcher) in ihren Rollen vorstellt. Es lockt ein angenehm trashiger Eindruck. Über ein paar sexuelle Zoten (Deine Knöpfe würden mich reizen.") und klamaukige Ansagen (Hier kommen die Deppen aus dem Osten.") kann man hinwegsehen. Zu kreativ ist der Entwurf, zu neugierig ist man darauf, was sich abspielen wird.

Funksprüche kommen, die Mauer ist gefallen. Fortan wird mit der möglichen Homosexualität eines Stasi-Crewmitgliedes geflunkert, der Captain (Jonas Schütte) hält eine beeindruckende Motivationsrede, die zur Verteidigung der Ideale auffordert und witzige Schabowski- Anspielungen folgen: Das tritt nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich."

Als Running Gag und Höhepunkt spielt man die unterbrechende Werbung gleich selbst: Drei nackte Männer tanzen mit Handtaschen vor dem Glied, Spielszenen für Jacobi & Müller", den Kulturfalter" und dem Flodderman" bringen das Publikum zum Lachen. Songs aus Filmklassikern (Pulp Fiction", Titanic") runden den Spaß ab.

Als man auf ein Westschiff trifft, erklärt jemand unter einer David- Hasselhoff-Maske, dass er die Mauer zum Einsturz brachte. Mit den Daten aus dem Westraumschiff kann man fortan schneller fliegen. Es gibt begeisterten Applaus und einen schönen Abspann, in dem man sich bei allen Beteiligten bedankt, selbst beim Pizza-Service.

Und was ist jetzt eigentlich der Sozialismus? Wie bringt man ihn ins All? Was hat das alles mit der DDR und dem Kapitalismus zu tun? Fragen über Fragen. Entfaltet sich der substanzielle Kern dieses flotten Spaßes später? Schließlich war es nur die erste Episode, die zweite wird am 21. September, die dritte am 21. Dezember folgen.

S.O.A.P. Siebte Ostdeutsche All Patrouille, 1. Episode, 3. August, Sommer-Theaterfest Pfänners Freiheit", WUK-Theaterquartiert, 20 Uhr, www.jonsch.net



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