Highfield
Passion
GCP
caroxee
Kunststiftung SA
Impuls Festival
Kanupark
Navigation
Kopfzeile
www.aiyoota.com eCommerce Online-Shop ShopSoftware CMS Content-Management-System WDPX-Frank Wollweber, 38855 Wernigerode, Germany
share Twitter share Facebook share email

: Bühnen :: Einzigartig verrückt :
Die Band Trillian wagt sich gut sechs Jahre nach Bandauflösung wieder ins Rampenlicht, am 19. Oktober gibt es einen Auftritt im Objekt 5. Die Kenner der Szene wissen Bescheid, allen anderen sei gesagt: Es wird gut, es gibt Pop, Jazz, Noise und Punk

Text: Mathias Schulze; Bild: www.trillianband.de

Grund genug, beim Sänger Ramon Zarges nachzufragen.


Abstand
Der Auftritt von Trillian im Oktober ist auch ein wehmütiger, oder? Ihre Band lieferte bis zur Bandauflösung 2012 einen von Kritikern und Fans gelobten „Eccentric Pop". Bereuen Sie das damalige Karriereende?

Wehmütig würde ich jetzt nicht sagen. Wir blicken eher ziemlich euphorisch auf die Show und genießen das Kribbeln im Bauch, denn beim Proben haben wir gemerkt, wie sehr wir die Songs alle noch im Blut haben. Nach immerhin sechs Jahren. Viele der Songs, die wir im Oktober spielen werden, haben wir sogar teilweise seit über zehn Jahren nicht mehr angepackt – trotzdem rollen sie schon wieder gut durch. Und „Karriereende" klingt vielleicht auch ein bisschen zu sehr nach Tragik.

Warum?

Wir waren damals, also 2011, mit unserem Album „Creature Teacher" einfach an einem Punkt angekommen, an dem wir uns entscheiden mussten: Entweder ziehen wir das jetzt alle gemeinsam durch und machen zu Gunsten der Band Abstriche, was Privatleben und Beruf angeht, oder eben nicht. Und irgendwie war ganz schnell klar, dass letzteres der Fall war. Dann kam eins zum anderen: Kinder, Berufschancen, Auslandsreisen – aus die Maus war es mit Trillian. Zugegeben, damals war das etwas unschön, aber so ist das nun mal, Menschen entwickeln sich. Trillian als Band war allen beteiligten Musikern einfach nicht wichtig genug. Und das meine ich nicht im Groll, sondern einfach realistisch. Denn so realistisch waren wir damals alle. Würden wir Dinge anders machen? Vielleicht fokussierter am Drumherum einer Band „arbeiten".

Kritiker wiesen vormals gern daraufhin, dass in einem Trillian- Song oft eigentlich fünf verschiedene Songs steckten, das überfordere das menschliche Ohr. Ist eine auf Bekanntes zielende Eingängigkeit Bedingung, um eine einträgliche Musikerkarriere hinzulegen?


Gut möglich. Allerdings haben wir uns an dieser Frage zum Glück nie das Bandhirn zermartert. Bei Trillian kamen von Anfang an immer vier musikalisch sehr unterschiedliche Charaktere zusammen, die sich permanent aneinander rieben. Aus dieser Reibung entstand etwas sehr einzigartig Verrücktes, was gleichzeitig Pop, Noise, Punk und manchmal sogar ein bisschen Jazz war. Klar, hätte man auch den einfacheren Weg gehen können, auf dem ein Musiker mit starker Vision den Weg vorgibt. Aber dann wäre es halt nicht Trillian gewesen! Und ich sag’ mal so: Der Misserfolg gab uns ja auch Recht (lacht)!

Finden junge Musiker in Halle und Umgebung adäquate Produktionsbedingungen vor?

Ich bin ja tendenziell der Meinung, dass junge Musiker mit Talent und vor allem Motivation überall gute Bedingungen finden. Zumindest am Anfang ist es ja vor allem wichtig, dass du einen Proberaum hast, in dem du dich auslassen kannst und nicht ständig Leuten auf den Nerv fällst. Zugegeben, in Halle ist es momentan nicht sehr einfach, einen Proberaum mit guter Infrastruktur zu finden. Zum anderen ist es für Bands natürlich wichtig, dass du von Anfang an Auftrittsmöglichkeiten findest. Auch da stößt man in Halle womöglich schnell auf Grenzen, da es subkulturelle Freiräume hier nicht unbedingt leicht haben.

Wie kam es zum Fakt, dass Sie wieder auftreten?

Das war tatsächlich eine ziemlich spontane Idee. Ich dachte letzten Herbst so darauf rum, dass unser zweites Album „I Mean Exactly What You Know" – viele sagen unser Bestes – 2018 seinen zehnten Geburtstag feiern würde. Und dann hab’ ich unseren Gitarristen Max, unseren Bassisten Peter und unseren Drummer Markus mit der Idee konfrontiert, das zum Anlass zu nehmen, mal wieder zusammen zu spielen. Und irgendwie hatten alle Bock, und auch das Objekt 5 war von der Idee begeistert.

Vollenden Sie bitte diesen Satz: Am 19. Oktober sollte man ins Objekt 5 kommen, weil …

… Trillian es immer noch schaffen, dass dir dein Hirn in die Arschbacke rutscht!


Trillian, 19. Oktober, Objekt 5, 20 Uhr


Abstand
Abstand

Abstand
Abstand
Published by 17 Published by     Filed in 141 Filed in Bühnen
Abstand
blog comments powered by Disqus

Das aktuelle Heft

pic
E-PAPER
Bitte aufs Cover klicken!
Abstand

Mediadaten

pic


Printmediadaten finden 

Sie hier 

Abstand

Reise 2017

Abstand

Aktuelles Wetter in Halle

Abstand

Location-Suche

Suche Deine Location aus einer Vielzahl an Möglichkeiten:


Abstand