Manfred Jendryschiks „Deckweiß für alle! oder Eine plötzliche Liebe mit Hintergedanken“, eben im Mitteldeutschen Verlag erschienen, 260 S., Broschur, ISBN 978-3-68948-044-8, 24 Euro.
Auch wenn er eine lange Zeit in Leipzig lebte, ist er doch mit Halle und der halleschen VerlagsSzene aufs Engste verbunden: Manfred Jendryschik, der am 18. Juni starb und dessen letztes Buch „Deckweiß für alle!“ soeben erschien. Doppelt tragisch: Nur wenige Wochen vor ihm hat sich die Saalestadt von seinem Sohn Per, bekannt als Buchhändler aus der Großen Steinstraße, verabschiedet. Jendryschik war in der DDR erfolgreich wie beargwöhnt, er erfand sich nach der Wende neu, war Kulturdezernent seiner Geburtsstadt Dessau, ehe er sich wieder dem Text und der Herausgabe zuwandte. Sein letztes Buch ist ein ironisch-pointiert-irrwitziger Abschied von der DDR, wie man ihn vielleicht noch nicht gelesen hat. Es zeugt zugleich von einer nur in diesen Bezügen – in Kritik wie Zustimmung – möglichen Vita. Jendryschik wurde 82 Jahre alt.
