Echo des Unbekannten. Vom Umgang mit Tod und Vergänglichkeit, 1. Oktober bis 15. Februar, Kunsthalle Talstrasse in Halle, alle Infos: www.kunstverein-talstrasse.de
Die Ausstellung „Echo des Unbekannten. Vom Umgang mit Tod und Vergänglichkeit“ in der Kunsthalle Talstrasse in Halle zeigt, wie der Tod in unterschiedlichen Kulturen künstlerisch gestaltet und gedeutet wird. Die Schau wird am 1. Oktober um 19 Uhr eröffnet und mit einem üppigen Rahmenprogramm ergänzt
Die Schau untersucht den Tod als ein vielschichtiges Phänomen, als einen Übergang, der den Menschen emotional, kulturell und spirituell beschäftigt. Dabei werden verschiedene kulturelle und persönliche Perspektiven einbezogen. Die Werkauswahl spannt einen Bogen von Särgen aus Ghana bis hin zu zeitgenössischen künstlerischen Positionen aus Mitteldeutschland. Die Versuche, dem Tod mit Pinsel und Feder, mit Stein-, Ton und Holzplastiken beizukommen, entsprechen dem Wunsch, einer menschlichen Urangst Herr zu werden, indem man sich den Tod vergegenwärtigte, ihm eine körperliche Gestalt verlieh und so zu einem festen Bestandteil von Kultur, Gesellschaft und Kunst werden ließ.
In der zeitgenössischen Kunst beispielsweise zeichnen sich zwei Extreme ab: Entweder wird das Ritual, das von der Religion an professionelle Dienstleistungserbringer oder an die Medien abgegeben wurde, von der Kunst zurückerobert und mit deren Mitteln neu inszeniert und ausgebaut oder die Künstler bringen den verdrängten toten Körper wieder in unser Blickfeld zurück. Diese kunsthistorische Perspektive bildet einen Schwerpunkt in der Ausstellung. Der Tod wird nicht als ein isoliertes Ereignis, sondern als ein facettenreiches und vielschichtiges Thema dargestellt, das Künstlerinnen und Künstler über verschiedene Epochen hinweg immer wieder auf das Stärkste bewegte.
Um den thematischen Tiefgang der Ausstellung zu erweitern und einen intensiven Dialog mit den Besuchenden zu ermöglichen, wird es ein umfassendes Begleitprogramm geben. Dieses Programm zielt darauf, individuelle und kollektive Perspektiven auf Tod, Verlust und Trauer zu beleuchten und gleichzeitig Raum für persönliche Reflexion und gesellschaftliche Diskussion zu schaffen.
Text: Max Feller
