Festspiele, 16. und 17. August, Volksbühne am Kaulenberg, jeweils ab 10 Uhr, alle Infos: www.volksbuehne.jonsch.net
In und an der Volksbühne am Kaulenberg finden am 16. und 17. August bunte Festspiele statt. Grund genug, bei Volksbühnen-Mastermind Jonas Schütte nachzufragen
Hallo, Jonas, was ist denn zum Festival erwarten?
Wir haben für das Wochenende ein großes Spektakel mit vielen Acts vorbereitet. Dazu gehört ein internationaler Gast aus dem Libanon: Bassam Abou Diab mit seiner interaktiven Tanzperformance. Matthias Brenner kommt an beiden Tagen, einmal mit seinem „Der Trinker“, einmal mit „Die Verwandlung“. Wir haben die Flunker-Produktionen mit ihrer „Spielhölle“, eine Feuershow, die Action-Theater-Gruppe „Candlelight Dynamite“, „Scotti“ Gottwald mit seinen „Organix“, die Band TNT aus Jena oder Bastian Bandt. Auch Walk-Acts werden auf der Straße unterwegs sein. Das Wunderbare: Alle diese Beiträge bekommt man für einen wahnsinnig geringen Tagesticket- oder Wochenendpreis. In diesem Jahr werden wir mehr die Dekoration betonen, unsere Bar wird auf die Straße kommen, damit alles einladend gestaltet ist. Unser kleiner SwimmingPool wird wieder bereitstehen. Zudem arbeiten wir noch an ein paar kleinen Überraschungen.
Welche Entwicklungen hat die Volksbühne am Kaulenberg die letzten zwei Jahre erlebt?
Wir sind ganz gut aus der Corona-Zeit gekommen, wobei uns die Nachwehen noch etwas zu schaffen machen. Aber wir sind guter Dinge. Wir haben unsere Innenhof-Terrasse erweitert. Die hat nun einen Holzanbau, der den Hof klarer definiert. Zudem ist der nun mit einer Rollstuhlrampe versehen. Wir produzieren nun eine Menge Strom über unsere Solarzellen auf dem Dach. Wir haben wieder einiges umorganisiert bei uns im Haus, haben es auf das für uns Mindeste reduziert, was nicht leicht war. Nun wird 2025 für uns noch ein finanzielles Nadelöhr – dann hoffen wir auf eine gute Absicherung. Das würde mich persönlich entspannen, weil die Bemühungen parallel an vielen Baustellen uns ziemlich zu schaffen machen. Die leuchtenden Augen des Publikums sind die beste Entwicklung der letzten Jahre.
Was sind die Ziele für die nächsten zwei Jahre?
Wir arbeiten gerade an einer wetterfesten Überdachung für unsere Sommerbühne, wollen das Festival weiter entwickeln, tiefer in internationale Gefilde vordringen. Weitere Produktionen sind geplant, sowohl im Bereich der Soloprogramme als auch für das Familienangebot. Wir wollen weiter an unserer Nachhaltigkeit arbeiten, mehr Solarzellen aufstellen, unsere Toiletten rollstuhlgerecht umbauen. Wir wollen weiter an so wunderbaren Partnerschaften wie mit Matthias Brenner arbeiten, Menschen wie Bernd Stempel oder Kathleen Morgeneyer einladen, mit hochprofessionellem Theater in Halle den Namen der Volksbühne weiter pflegen.
Text: Mathias Schulze
